Physiotherapie Wullings
Frauke Wullings
Dresdener Straße 3b
76344 Eggenstein - Leopoldshafen

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News

In ihrer Vorstellung sind viele Deutsche Bewegungswunder

Gütersloh – Die Deutschen bewegen sich nach wie vor zu wenig. Neu ist: Die meisten denken das Gegenteil. Das zumindest legen Auswertungen der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe nahe.

2.081 Menschen in Betrieben und Behörden nahmen 2018 freiwillig an dem Gesundheitscheck der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe teil. In den meisten Bereichen deckten sich die Ergebnisse der durchschnittlich 50 Jahre alten Teilnehmer mit bekannten Studien zum Gesundheitsstand der Bevölkerung. In einem Bereich jedoch lieferte die Testserie ein verblüffendes Ergebnis.
Nur 40 Prozent sind im grünen Bereich, aber 92 Prozent glauben das

Alle Teilnehmer wurden um eine Selbsteinschätzung zu ihrem Bewegungsverhalten gebeten. Dabei waren 92 Prozent der Meinung, dass sie sich ausreichend bewegen. Und dass, auch wenn sie in anderen Bereichen (Blutdruck, Gewicht) teilweise kritische Werte aufwiesen. Tatsächlich allerdings erfüllen in Deutschland lediglich gut 40 Prozent der Bevölkerung die Vorgabe der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie empfiehlt wöchentlich mindestens 2,5 Stunden moderate körperliche Bewegung zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

„Und aus unserer Sicht sind die 2,5 Stunden bereits zu tief gegriffen“, urteilt der Kölner Sportwissenschaftler Klaus Clasing. Im Auftrag der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe führt er Gesundheitschecks in Unternehmen und Organisationen durch und berät die Teilnehmer. Die eklatant abweichende Selbsteinschätzung erklärt er sich mit mangelndem Gesundheitswissen. „Die Teilnehmer sind oft völlig überrascht, wenn wir ihnen erklären, dass zum Beispiel Hausarbeit nicht in diese Bewegungsbilanz zu rechnen ist“, berichtet Clasing aus dem Berateralltag.
Deutlich mehr Aufklärungsarbeit notwendig

Auffällig sei auch, dass durch die Testungen immer wieder Risikopatienten identifiziert würden, die bisher nichts von ihrem kritischen Gesundheitszustand wüssten. „Das sind deutliche Belege dafür, dass wir in Sachen gesundheitlicher Aufklärung in Deutschland noch lange nicht so weit sind, wie wir meinen“, lautet Clasings Schlussfolgerung. „Wir brauchen deutlich größere Anstrengungen in der Prävention. Gerade die Betriebliche Gesundheitsvorsorge eignet sich hervorragend dafür, Zielgruppen zu erreichen, die in der Regel weniger empfänglich für Prävention sind. Und durch den persönlichen Kontakt wirken solche Instrumente deutlich nachhaltiger als mediale Kampagnen.“

Der Gesundheitscheck der Deutschen Schlaganfall-Hilfe wertet Blutdruck, Blutzucker, Blutfett, Körpergewicht und körperliche Aktivität der Teilnehmer aus. Ein wissenschaftliches Analyseprogramm wertet die Daten aus, anschließend bespricht ein Arzt oder Gesundheitsberater das Ergebnis mit den Teilnehmern. Rund zehn Minuten dauert eine Testung. Unternehmen, Behörden und andere Organisationen können den Gesundheitscheck bei der Schlaganfall-Hilfe buchen.

Das Leben gut leben

Ein gutes, gesundes Leben führen – wer will das nicht? Krankenkassen bieten zu diesem Zweck Präventionsangebote an, um bestimmten Krankheiten vorzubeugen. Gabriele Woick, Ergotherapeutin im DVE (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e. V.), vertritt einen anderen Ansatz: Sie hat das Reflexionsinstrument ‚Lebe Dein Leben gut‘ ausgearbeitet und sagt: „Ich lenke den Blick der Menschen auf das, was ihr tägliches Leben ausmacht und damit einen Einfluss auf ihre Gesundheit hat.“ Immer mehr entsprechend fortgebildete Ergotherapeuten bieten interessierten Einzelpersonen, Gruppen oder Unternehmen diese Form von Reflexionsstunden an.

Ist Gesundheit das höchste Gut? „Ja“ sagt Gabriele Woick, „schon, aber die Berufsgruppe der Ergotherapeuten betrachtet dieses Thema differenziert.“ Ergotherapeuten definieren Gesundheit nicht ausschließlich als das Ausbleiben von Krankheit. Sie verfolgen mit ihren Behandlungen und Interventionen vielmehr das Ziel, ihren Klienten zu Wohlbefinden und Zufriedenheit zu verhelfen. Oder zu Lebensqualität, selbst wenn die Folgen, Beeinträchtigungen oder Symptome von Krankheiten weiterhin bestehen. Denn ein gutes Leben macht sich, so die Sicht von Ergotherapeuten, an etwas anderem fest: Nämlich an dem, was Menschen wichtig ist, was ihnen etwas bedeutet. Und daran, ob das, was für diese Menschen einen Sinn und eine Bedeutung hat, also den Sinn ihres Lebens ausmacht, auch genügend Zeit und Raum bekommt. In der täglichen Routine, im ‚Hamsterrad‘, nimmt sich allerdings kaum jemand die Zeit, hierzu Überlegungen anzustellen. Und gegebenenfalls etwas zu ändern. Doch genau das ist nötig, um – folgt man der Anschauung von Ergotherapeuten – die Voraussetzungen für ein gutes und somit gesundes Leben zu schaffen. Gesundheit im Visier Anstatt sich auf Krankheiten zu beziehen oder wie deren Entstehung durch ausreichend Bewegung oder eine gute Ernährung vorzubeugen ist, hat Gabriele Woick die Gesundheit, das Wohlergehen im Visier. Auf Basis eines kanadischen Konzepts hat die Ergotherapeutin das Reflexionsinstrument ‚Lebe Dein Leben gut‘ in Deutschland implementiert. Ziel dieser ergotherapeutischen Intervention: Diejenigen, die daran teilnehmen, erkennen die Wechselwirkung von Alltag und Gesundheit und Wohlergehen. Ein nachhaltiger Denkprozess wird in Gang gesetzt und zwar schon im Vorfeld: die an einer Einzel- oder Gruppenreflexion Teilnehmenden bekommen die Aufgabe, fünf Fotos auszuwählen. Dabei sollen sie, so der Auftrag der Ergotherapeuten, die dieses Instrument anwenden, zwei Fragen beachten: „Was ist mir wichtig zu tun“ und „Wo ist es mir wichtig dabei zu sein“. „Ab dem Moment setzen sich die Teilnehmenden intensiv mit ihrem Leben auseinander“ verdeutlicht Woick und berichtet, dass die Fotos oft Menschen zeigen, die Familie, Freunde, Gegenstände oder ‚die Arbeit‘. Den Blick nach innen richten… Das Reflexionsinstrument zeichnet sich dadurch aus, dass es bei jedem und für jede Situation anwendbar ist. Mithilfe von Fragen aus vier unterschiedlichen Kategorien wie der Dimension von Erfahrungen, Aktivitätsmuster oder Auswirkungen auf die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden regt die moderierende Ergotherapeutin die Gedanken desjenigen an, der sich gerade mit einem seiner Fotos beschäftigt. Die Karten helfen dabei, über die auf den Fotos gezeigten Aktivitäten aus unterschiedlichen Blickwinkeln nachzudenken. Anhand eines Beispiels, das auf Viele zutrifft, beschreibt Woick das Vorgehen. „Zunächst erzählt der Klient, in diesem Fall ein berufstätiger Mensch, was auf dem Foto zu sehen ist, etwa ein Schreibtisch, ein Dienstfahrzeug, Kollegen, oder, oder, und erläutert, warum ihm das Gezeigte wichtig ist“ erklärt die Ergotherapeutin. Als nächstes wählt derjenige für ihn passende Karten aus der ersten Kategorie aus, wie etwa „Identität entwickeln und zum Ausdruck bringen“. Vielen ist die Arbeit sehr wichtig, sie können sich weiterentwickeln und entfalten, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten zeigen und weiter ausbauen, Anerkennung bekommen – von Kollegen, Vorgesetzten und je nach Position auch von Mitarbeitern. Oder sie identifizieren sich über ihren Status: Sie haben es zu etwas gebracht. Auch die Karte „Sicherheit und Wohlstand schaffen“ passt in dieses Muster. Fällt die Wahl dann auf eine Karte wie „Für sich selbst sorgen, auf sich achten“, kann es kritisch werden: Beim genauen Überlegen stellt Mancher fest, dass er tatsächlich nicht so gut auf sich achtet, vielleicht zu oft zu lange im Büro ist, sich manchmal erschöpft oder ausgelaugt fühlt, eine innere Anspannung spürt oder äußere Beschwerden wie Rückenschmerzen auftreten, er nachts wach wird. … und äußere Faktoren betrachten Im weiteren Verlauf der Intervention fragen die moderierenden Ergotherapeuten auch nach den Rahmenbedingungen. Um beim Thema ‚Arbeit‘ zu bleiben: beispielsweise wie viel Urlaub es gibt oder ob etwa unregelmäßiges oder nächtliches Arbeiten im Schichtbetrieb das Leben beeinflusst. Denn auch das gehört zu den möglichen Einsichten: Der Einzelne ist nicht alleine für die Gestaltung seiner Gesundheitssituation verantwortlich. So bietet sich in solchen Fällen an, im Rahmen einer Gruppenreflexion mit Kollegen oder anderen Personen aus dem Unternehmen zunächst entsprechende Erkenntnisse und danach Veränderungen und Verbesserungen herbeizuführen, was bei der betrieblichen Gesundheitsförderung eine Rolle spielt. Außerhalb solcher Situationen aus dem Arbeitsleben lässt sich ‚Lebe Dein Leben gut‘ auf jeden Menschen in jeder Lage übertragen. Dazu fallen der Expertin zahlreiche andere, individuell unterschiedliche Anliegen von Menschen ein, die in Einzel- oder Gruppenreflexionen ihren Alltag, ihr Leben betrachten. Dazu gehören Menschen in Übergangsphasen wie dem Eintritt ins Rentenalter, bei familiären Veränderungen oder Todesfällen aber ebenso diejenigen, die etwas ändern wollen oder spüren, dass sich ihr Leben nicht mehr ‚richtig‘ anfühlt. Denn am Ende der Intervention, wenn alle Fotos durchgearbeitet sind, zeigt sich ein Gesamtbild. Die Einen begreifen, dass ihr tägliches Leben in Teilen oder vielleicht sogar vollständig im Widerspruch zu dem steht, was sie sich vorstellen und wie es ihnen guttäte. Anderen gelingt es schon, sich beim Betrachten ihres Alltags und dessen Auswirkung Möglichkeiten zu überlegen, was sie an ihrer Lebensführung verändern möchten. Und die Nächsten haben erfasst, was ihnen in ihrem Leben zu Gesundheit und Wohlbefinden verhilft, gehen daher gestärkt aus den Gesprächen.

Mit ‚Lebe dein Leben gut‘ verfügen Ergotherapeuten über ein Instrument für die Gesundheitsförderung Erwachsener. Sie fungieren dabei als Moderatoren und bieten nötigenfalls weitere Interventionsmöglichkeiten an.

Informationsmaterial gibt es bei den Ergotherapeuten des DVE (Deutscher Verband der Ergotherapeuten e.V.); Ergotherapeuten in Wohnortnähe auf der Homepage des Verbandes im Navigationspunkt Service und Ergotherapeutische Praxen, Suche.

Kniearthrose mit intelligentem Knorpelersatz stoppen: 5,5 Millionen Euro für neue Biomaterialien

Forschende aus acht europäischen Ländern haben der Kniearthrose den Kampf angesagt: Mit neuartigen Biomaterialien wollen sie Knorpeldefekte im Knie ersetzen und so das Risiko eines weiteren Gelenkverschleißes verringern. Die beforschten Ersatzmaterialien enthalten Nanopartikel mit pro-regenerativen Eigenschaften, die sogar per "Fernsteuerung" aktiviert werden können. An dem mit 5,5 Millionen Euro von der EU-Kommission geförderten Projekt RESTORE ist auch die Ulmer Arbeitsgruppe Gelenkbiomechanik des Uni-Instituts für Unfallchirurgische Forschung und Biomechanik beteiligt.

Weltweit leiden rund 242 Millionen Patienten unter einer Arthrose des Kniegelenks. Bisher gibt es für den fortschreitenden Knorpelverschleiß keine ursächliche Therapie – und nicht selten endet die lange Krankheitsgeschichte mit einem künstlichen Gelenk. Doch nun will eine Forschergruppe aus acht europäischen Ländern Ersatzmaterialien für die Therapie von Knorpeldefekten entwickeln: Dreidimensionale Stützstrukturen („Scaffolds“) mit integrierten „intelligenten“ Nanomaterialien sollen die Knorpelregeneration fördern. Das vom „Instituto de Investigação e Inovação“ (i3s) der Universität Porto geleitete Projekt RESTORE wird für rund vier Jahre mit 5,5 Millionen Euro von der EU-Kommission gefördert. Aus Ulm ist das Institut für Unfallchirurgische Forschung und Biomechanik der Universitätsmedizin beteiligt.

Im Zuge des Projekts RESTORE entwickeln Experten aus europäischen Forschungseinrichtungen Biomaterialien, die Knorpeldefekte im Knie ersetzen. So soll auch das Risiko eines posttraumatischen Gelenkverschleißes reduziert werden. „Dabei müssen diese neuen Materialien den hohen mechanischen Belastungen standhalten, die innerhalb des Knies wirken“, erklärt Meriem Lamghari, Wissenschaftlerin am Forschungsinstitut i3S in Portugal und Leiterin dieses europäischen Konsortiums. Zusätzlich enthalten die im Projekt beforschten Ersatzmaterialien sogenannte “intelligente” Nanopartikel mit pro-regenerativen, anti-entzündlichen sowie anti-mikrobiellen Eigenschaften. Die Nanopartikel mit pro-regenerativen Eigenschaften können bei Bedarf sogar via „Fernsteuerung“, mithilfe nicht-invasiver Methoden, aktiviert werden. Hierfür wollen die Projektpartner eine spezielle Gelenkbandage entwickeln, die mit besonderen Sensoren ausgestattet ist, um so die Nanopartikel innerhalb des implantierten Ersatzmaterials zu aktivieren.

Die Arbeitsgruppe Gelenkbiomechanik des Ulmer Instituts für Unfallchirurgische Forschung und Biomechanik wird im Zuge des Projekts mit rund 409 000 Euro gefördert.
„Wir werden uns auf die Erforschung der biomechanischen Eigenschaften der neuartigen Scaffolds sowie die präklinischen Untersuchungen konzentrieren“, erläutert der Arbeitsgruppenleiter Professor Lutz Dürselen.

Die Projektidee zu RESTORE ist aus Diskussionen zwischen Orthopäden, Spezialisten aus dem Bereich Tissue Engineering, Materialforschern sowie Molekularbiologen entstanden: Gemeinsam wollen die interdisziplinären Experten auf den großen klinischen Bedarf an geeigneten Therapiemethoden bei Kniearthrose reagieren. „Wir werden zwei verschiedene Materialien untersuchen, wobei eines auf einem Polymer basiert und bereits im Veterinärbereich klinisch getestet wurde. Dieses bisher bei Großtieren eingesetzte Material soll bei der Therapie großer Knorpeldefekte zum Einsatz kommen“, erklärt Meriem Lamghari. Ein zweites Material werde mithilfe der Bioprinting-Technologie hergestellt und eigne sich vor allem bei kleineren Defekten. „Letzteres Material enthält neben ,intelligenten‘ Nanopartikeln auch menschliche Knorpelzellen“, so Lamghari.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Portugal, Spanien, Italien, Island, Norwegen, Schweden und Finnland werden in den nächsten 44 Monaten gemeinsam mit der Ulmer Arbeitsgruppe vom Institut für Unfallchirurgische Forschung und Biomechanik (Leitung: Prof. Anita Ignatius) an diesem Projekt arbeiten.

Text mit Material von Meriem Lamghari, Instituto de Investigação e Inovação (i3s), Universität Porto, Portugal

07.02.2019 DGA | Quelle: Universität Ulm (idw)

Ergonomie, Handling und Gewicht: Das kleine Schulranzen-Einmaleins

Die Einschulung ist ein aufregendes und besonderes Ereignis. Neben Schultüte und Schreibunterlagen gehört auch der erste Schulranzen zur Ausrüstung. Doch stellen sich viele Eltern immer wieder die Frage, welcher Schulranzen sich für ihr Kind am besten eignet. Was viele Eltern zusätzlich verunsichert: Rückenschmerzen und Haltungsschwächen im Kindes- und Jugendalter haben deutlich zugenommen. Viele grübeln deshalb schon lange vor dem ersten Schultag über die Wahl des Schulranzens. Sicher ist: nicht jeder Ranzen passt zu jedem Kinderrücken! Eine seriöse Orientierungshilfe bietet das AGR-Gütesiegel "Geprüft & empfohlen". Die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. hat in Zusammenarbeit mit einem medizinisch-therapeutischen Expertengremium Anforderungen an rückenfreundliche Schulranzen entwickelt, welche die Auswahl erleichtern.

Gewicht und gutes Handling bedenken

Um mit dem AGR-Gütesiegel als nachweislich besonders rückenfreundlich ausgezeichnet zu werden, sollte die Schultasche ein angemessenes Leergewicht nicht überschreiten. Im Grundschulalter liegt es bei circa 1.300 g (bei einem Innenraumvolumen von mindestens circa 15 l) und im Mittel- und Oberstufenalter bei circa 1.500 g (bei einem Innenraumvolumen von mindestens 25 l). Außerdem ist ein Tragegriff sinnvoll, der das Anheben der Tasche erleichtert. Ein verstärkter Boden sorgt dafür, dass der Ranzen selbstständig und sicher stehen kann.

Den Rücken physiologisch belasten

Egal ob Schulranzen oder Schulrucksack - entscheidend ist, dass bestimmte ergonomische Anforderungen erfüllt sind: Eine S-Form des Rückenteils spart den Nackenbereich aus und verhindert so Druckstellen. Eine ergonomische Konturierung berücksichtigt die physiologische Schwingung der Wirbelsäule und entlastet diese. Sie sorgt auch für eine effektive Übertragung der Hauptlast. Damit das Gewicht gleichmäßig auf den Rücken verteilt wird, müssen die Tragegurte ausreichend breit (mind. 4 cm), gepolstert und einfach zu verstellen sein. Beim Rückenteil sind seitliche Erhöhungen und rutschfestes Material sinnvoll, um einen optimalen Sitz zu gewährleisten. Eine atmungsaktive Polsterung ermöglicht eine bessere Luftzirkulation.

Wichtig beim Schulrucksack

Bei Schulrucksäcken sind für die Zertifizierung mit dem AGR-Gütesiegel weitere Merkmale zu beachten: Ein Becken-/Hüftgurt mit weich gepolsterten Beckenflossen fixiert das Gewicht am Körper und verlagert es optimal von den Schultern auf den hinteren, oberen Beckenkamm. Ein zusätzlicher längen- und höhenverstellbarer Brustgurt verhindert das Verrutschen der Träger von den Schultern. Damit das Gesamtgewicht des Rucksacks die Wirbelsäule nicht mehr als nötig belastet, sollte bei Rucksäcken z.B. auch ein Tunnelzug mit Kompressionseffekt vorhanden sein. So wird der Inhalt nah am Rücken getragen und verringert eine belastende Hebelwirkung auf den Rücken.

Richtig tragen und packen

Ein weiterer Hinweis der AGR: Entscheidend ist auch, dass der Ranzen richtig getragen wird. Dazu müssen die Gurte richtig eingestellt werden. Sind sie zu lang, hängt der Ranzen zu tief und zieht den Rücken ins Hohlkreuz. Auch zu hoch sollte er nicht sitzen. Oftmals werden Schulranzen auch falsch gepackt. Die schweren Sachen sollten möglichst körpernah in Innenfächern verpackt werden, um die Wirbelsäule richtig zu belasten. Dazu ist eine gute Ausrichtung der Fächeraufteilung nötig.

Zertifizierte Schulranzen und -rucksäcke

Die AGR hat einige Schulranzen und -rucksäcke zertifiziert, die alle aufgeführten Kriterien erfüllen. Dazu zählen Modelle von Herstellern wie Scout, Step by Step, DerDieDas und Coocazoo. Um für den jeweiligen Kinderrücken den optimalen Schulranzen zu finden, ist es unbedingt erforderlich, ihn vor dem Kauf Probe zu tragen, individuell anzupassen und so zu testen. Weitere Informationen finden Sie unter: www.agr-ev.de/schulranzen.



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